Ohne Wasser kein Kaffee, keine Dusche, kein Kochen und damit auch keine echte Freiheit beim Campen. Eine zuverlässige Wasserversorgung im Wohnmobil ist deshalb genauso wichtig wie Heizung oder Strom, denn nur sie entscheidet darüber, ob sich dein Campingurlaub nach einem improvisierten Notprogramm oder nach gemütlichem Mini-Zuhause anfühlt. Erfahre, worauf es bei der Wasserversorgung ankommt und wie du dein System mit einer chemie- und wasserfreien Toilettenlösung entlastest.
Grundlagen der Wasserversorgung im Wohnmobil
Im Prinzip funktioniert die Wasserversorgung im Wohnmobil immer ähnlich, egal ob sie im kompakten Campingfahrzeug, einem ausgebauten Kastenwagen oder großen Wohnwagen installiert ist. Die Basis: Du hast einen Frischwassertank und daran angeschlossen eine Pumpe, Schläuche, Leitungen, verschiedene Armaturen, einen Abfluss und zu guter Letzt auch einen Abwassertank. Das Wassersystem arbeitet dabei nach einer einfachen Funktionsweise:
- Wasser aus dem Tank wird über eine Tauchpumpe oder Druckwasserpumpe angesaugt.
- Die Pumpe baut Druck in den Leitungen auf, sodass Wasser aus dem Hahn in Küche, Waschbecken, Spülbecken, Dusche oder der Außendusche kommt – je nachdem, was vorliegt.
- Über den Abfluss läuft das Abwasser in den Grauwassertank oder einen Abwasserkanister.
Viele Modelle haben zusätzlich einen Boiler oder eine clevere Kombination aus Heizung und Warmwasser, damit du nicht nur Kaltwasser, sondern auch Warmwasser zum Duschen, Zähneputzen und Co. hast. Entscheidend ist:
- der richtige Druck, da zu wenig Druck zu einem tröpfelnden Wasserstrahl führt, während zu viel das Risiko eines Überdrucks und Lecks steigert,
- eine saubere Installation der Komponenten
- und bei Bedarf ein sinnvoll platzierter Wasserfilter im System.
Wenn alles gut aufeinander abgestimmt ist, fühlt sich das Wasser im Camper fast wie eine Selbstverständlichkeit an.
Planung der Wasserversorgung – Wasserbedarf, Tankgrößen und Autarkie
Bevor du den nächsten Wassertank einbaust oder auf größere Wasservorräte umsteigst, lohnt sich ein ehrlicher Blick auf deinen Wasserbedarf. Hierzu helfen dir ein paar Richtwerte: Im Durchschnitt brauchst du etwa 15 bis 25 Liter pro Person und Tag für Trinken, Kochen, Geschirr spülen, Händewaschen, Duschen und Zähneputzen. Im Sommer fällt der Wert dabei etwas größer aus, im Winter etwas geringer – wobei hier natürlich die Heizung mit reinspielt. Reist du mit mehreren Gästen oder Familie, summiert sich der Verbrauch zudem schnell. In vielen Campern liegen die Frischwassertanks außerdem irgendwo zwischen 50 und 200 Litern Kapazität – je nach Innenraum, Gewicht und der gewünschten Unabhängigkeit.
Wassersystem: Unterflurtank oder Überflurtank?
Die Wahl zwischen Unterflurtank und Überflurtank beeinflusst nicht nur deine Reichweite, sondern auch Gewicht, Frostschutz, Innenraum-Nutzung und Wartung der Wasserversorgung im Wohnmobil.
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Kriterium |
Unterflurtank |
Überflurtank (Innentank) |
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Lage |
Unter dem Fahrzeugboden |
Im Innenraum verbaut |
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Frost |
Höheres Risiko zu einfrieren |
Besser geschützt durch Innenraum-Heizung |
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Platz im Innenraum |
Spart Platz im Wohn- und Stauraum |
Braucht Schrank- oder Sitzbankvolumen |
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Gewicht und Fahrverhalten |
Gewicht tief unten – kann Fahrverhalten verbessern |
Gewicht weiter oben, aber oft leichter zugänglich |
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Wartung und Reinigung |
Etwas umständlicher zu erreichen |
Leichter zu reinigen, desinfizieren und kontrollieren |
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Installation |
Aufwendiger; mehr Anschlüsse und Entlüftung |
Meist einfacher; kürzere Leitungen |
Wichtig sind außerdem ein gut erreichbarer Einfüllstutzen, ein dichter Tankdeckel, funktionierende Entlüftung und eine verlässliche Füllstandsanzeige, damit du deine Wasserreserven im Blick behältst.
Frischwasserversorgung – Alles zum Befüllen und der Wasserqualität
Beim Auffüllen von Frischwasser gilt: Je sorgfältiger du arbeitest, desto besser ist deine Trinkwasserqualität im Wohnmobil. Auf Campingplätzen, Stellplätzen, an Tankstellen und Zapfstellen findest du meist passende Anschlüsse für Trinkwasser. Verwende dann am besten einen lebensmittelechten Trinkwasserschlauch, passende Adapter oder bei Bedarf auch eine saubere Gießkanne oder Weithalskanister, wenn der Einfüllstutzen schlecht erreichbar ist.
Vermeide außerdem den häufigen Fehler, Leitungswasser in den Wassertank zu kippen, ohne auf die Wasserqualität und -sauberkeit zu achten. Nicht selten tummeln sich hier nämlich ungeliebte Gäste wie Bakterien, Viren, Kalk, Mikroorganismen, Algen, Schmutz oder gar Medikamentenrückstände. Vor allem im Ausland und auf zufälligen Zapfstellen ist die Trinkwasserqualität nicht immer gewährleistet.
Damit du allerdings selbst verunreinigtes Wasser zu dir nehmen kannst, hast du die Auswahl zwischen drei Filtern:
- Aktivkohlefilter: gegen Geruch, Geschmack, Chlor und einige Rückstände
- Sedimentfilter: gegen Schmutzpartikel, Sand und Rost
- Keramik- oder Membranfilter: gegen Mikroorganismen, Bakterien und - je nach Filtertyp - auch gegen Viren
Du kannst die Filter beim Befüllen als Inline-Filter direkt am Schlauch oder zuvor fest im Wassersystem installieren.
Wichtiger Hinweis: Lasse das Wasser aus dem Tank nicht wochenlang stehen, sondern verbrauche es zeitnah. Halte zudem deinen Wassertrank rein und gut gepflegt.
So geht die richtige Wasserhygiene
Wie lange du Wasser im Wassertank lassen kannst, hängt von den Temperaturen, der Jahreszeit, Wasserqualität und deiner Nutzung ab. Als grobe Orientierung können dir folgende Daten helfen:
- Trinkwasser: maximal 2 bis 3 Tage, wenn du es wirklich pur trinken möchtest
- Brauchwasser für Spülen, Duschen, Händewaschen: etwa 5 bis 7 Tage, bevor du es austauschst
Es gilt: Stehendes Wasser, Wärme und eine mangelnde Reinigung fördern Verunreinigungen und die Entstehung von Bakterien. Nimmst du deshalb unangenehme Gerüche, schleimige Leitungen oder Wasserbehälter oder trübes Wasser wahr, tausche das Wasser umgehend aus.
Außerdem solltest du deinen Wasserbehälter mindestens ein- bis zweimal pro Saison gründlich reinigen und desinfizieren. Nutze dazu beispielsweise milde Mittel mit Chlordioxid oder Silberionen und verzichte auf aggressive Hausmittel wie Essig oder Zitronensäure – sie können die Kunststoffe, Dichtungen und Metalle des Behälters angreifen.
Wassertanks und Wasserkanister – Diese Unterschiede gibt es
Der Frischwassertank ist das Herz deiner mobilen Wasserversorgung. Meist bestehen die Tanks aus lebensmittelechtem Kunststoff, sind über Revisionsöffnungen zu erreichen und lassen sich mit bestimmten Reinigungsmitteln oder Desinfektionsmitteln gut pflegen. Achte beim Kauf auf folgende Kriterien:
- Glatte Innenflächen, damit sich weniger Biofilm und Algen bilden
- Eine einfache Möglichkeit zur Entleerung
- Sichere Befüllung, ohne dass durch Überdruck oder falsche Schläuche Verunreinigungen ins System kommen
Wasserkanister
Die Vorteile:
- flexibel austauschbar, falls mal ein Modell undicht wird
- leicht zu tragen, zu befüllen und zu reinigen
- ideal für kleine Wasservorräte beim Kurztrip
Die Nachteile:
- du musst öfter manuell nachfüllen
- weniger Vorrat = weniger Unabhängigkeit und häufiges Nachfüllen
- mehr Handhabungsaufwand mit Wasserbehälter, Schläuchen und Gießkanne im Alltag
Wassertanks
Die Vorteile:
- hohe Kapazität bis 100 Liter oder mehr = längere Unabhängigkeit ohne Nachfüllen
- automatische Integration in das Fahrzeugsystem für Komfort am Wasserhahn
- platzsparend unter dem Boden oder unauffällig im Inneren montiert
Die Nachteile:
- hohe Anschaffungskosten
- schwierig zu reinigen und nicht flexibel austauschbar
- Weniger geeignet für kleine Vans
Pumpensysteme in der Praxis
Ohne Wasserpumpe kommt im Camper kaum Wasser aus dem Hahn. In den meisten Wohnmobilen oder Campingbussen findest du deshalb entweder eine einfache Tauchpumpe im Tank oder eine kräftigere Druckwasserpumpe im Leitungssystem.
Die Tauchpumpe ist günstig und simpel. Sie sitzt direkt im Wassertank und reicht für viele kleine Modelle völlig aus. Der Nachteil ist hier, dass sie oft weniger Druck liefert, doch dafür ist sie leise und leicht auszutauschen. Die Druckwasserpumpe hingegen arbeitet wie zu Hause: Du hast einen konstanten Wasserstrahl mit gutem Komfort, der bestens für die Dusche und Küche geeignet ist. Dafür ist die Pumpe meist lauter und deutlich komplexer in der Installation. Tauchpumpen sind deshalb bestens für das kompakte, günstige Setup geeignet, während Druckpumpen besonders beim Komfort in größeren Fahrzeugen punkten.
Wasser richtig einteilen – Tipps zum Wassersparen
Je autarker du campen willst, desto mehr kommt es auf dein Wassermanagement an. Denn die beste Wasserversorgung im Wohnmobil bringt wenig, wenn dein Vorrat bereits nach zwei Tagen leer ist. Mit ein paar einfachen Tipps kannst du deinen Wasserverbrauch deshalb deutlich senken, ohne auf Komfort zu verzichten:
- Kurz duschen und einen Duschkopf mit Sparfunktion nutzen
- Wasser beim Einseifen, Zähneputzen und Händewaschen abstellen
- Geschirr erst abwischen, dann im Becken mit wenig Wasser oder einem zweiten Becken kurz nachspülen
- Beim Kochen nur so viel Wasser wie nötig verwenden wenig Wasser und stets den Deckel auf dem Topf lassen
- Wenn möglich eine Außendusche oder Solardusche nutzen und nur kurz nachspülen
Abwasser im Wohnmobil – Grauwasser, Schwarzwasser und die richtige Entsorgung
Alles, was beim Duschen, Händewaschen oder Geschirrspülen abgeht, landet als Grauwasser im Grauwassertank, oft auch Abwasserkanister genannt. Das schließt auch das Kochwasser und selbst die Seifenreste am Waschbecken und das dreckige Wasser aus dem Spülbecken mit ein. Das Toilettenabwasser hingegen – also das klassische Schwarzwasser – sammelt sich im Fäkalientank oder der Toilettenkassette. Die beiden Abwassertanks arbeiten also getrennt voneinander und müssen auch getrennt von dir entsorgt werden.
Wichtig beim Toiletten-Abwasser:
- Volle Tanks führen zu Gerüchen und im schlimmsten Fall zum Überlaufen.
- Abwasser gehört immer in die offiziellen Entsorgungsstationen, Abwasserkanalisation oder Sammelstellen. Entsorge es niemals einfach im Straßengully oder kippe es in die Natur.
- Ein Blick auf die Kapazität deiner Tanks hilft, den Alltag zu planen: Wie oft musst du entleeren und wie sehr beeinflusst dein Wasserverbrauch deine Route und die Wahl der Stellplätzen?
Gerade hier kann eine chemie- und wasserfreie Trockentoilettenlösung von BioTioo dabei helfen, die Belastung des Wassersystems im Wohnmobil zu reduzieren.
BioTioo – Die beste Ergänzung für eine gelungene Wasserversorgung im Wohnmobil
Jetzt kommt der spannende Part: Was hat eine Biotoilette von BioTioo mit deiner Wasserversorgung im Wohnmobil zu tun? Ziemlich viel: Eine chemiefreie Trockentrenntoilette reduziert nämlich gleich auf mehreren Ebenen dein Wassersystem:
- Du brauchst keine klassische Toilettenspülung mehr – damit sinkt dein Wasserverbrauch deutlich.
- Es entstehen kein oder kaum Schwarzwasser im Fäkalientank, weil die Feststoffe getrennt und trocken gesammelt werden.
- Dein Grauwasser bleibt sauberer und lässt sich leichter entsorgen, weil keine aggressiven Chemikalien aus der Toilettenkassette mit hineingeraten.
Kurz gesagt: Mit der starken Trockentoilettenlösung von BioTioo, der BioTioo 2.0, entlastest du deine Wasserversorgung deutlich und bist dadurch sowohl unabhängiger als auch komfortabler beim Campen unterwegs. Überzeuge dich selbst und profitiere vom wassersparenden Toiletten-Luxus: Bestelle jetzt deine BioTioo 2.0 und starte wassersparender in deine nächste Tour – wir freuen uns darauf, von dir zu hören!

